Sans-Limite: Yusuke Mondens stille Revolution in der japanischen Mode.

Nachdem Yusuke Monden seine Schere bei Comme des Garçons geschliffen hatte, gründete er 2015 Sans-Limite („Ohne Grenzen“) – nicht als Ablehnung seiner Mentoren, sondern als Nachdenken über unsichtbare Grenzen. Hier sind Kleidungsstücke so konzipiert, dass sie in der Haut des Trägers verschwinden und dennoch einen Hauch von Rebellion hinterlassen.

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Die DNA von Sans-Limite.

Schnitt als Haiku.

Mondens charakteristische „schwebende Nähte“ schaffen Kleidungsstücke, die unvollendet aussehen – bis man sich bewegt. Ein Jackenkragen, der im Ruhezustand starr ist, fällt bei einer Kopfbewegung wie ein Wasserfall herab.

Stoffe: Bio-Baumwolle, versteift mit Kakibaum-Tannin, Seide-Kaschmir-Mischungen, die weniger wiegen als ein Reisepass.

Die „Anti-Fit“-Philosophie.

Hosen mit sieben versteckten Falten, um das Sitzen im Schneidersitz oder das Sprinten zum Zug zu ermöglichen.

Asymmetrisch geschnittene Hemden, um „den natürlichen Ungleichgewichten des Körpers zu entsprechen“.

Farbe als Klang.

Monden arbeitet mit einem Labor in Kyoto zusammen, um Farbtöne zu entwickeln, die von traditionellen japanischen Onomatopoesien inspiriert sind:

„Shin-shin“ (新々): Das Blau eisiger Wintermorgen.

„Goro-goro“ (ごろごろ): Das Grau von Gewitterwolken über der Bucht von Osaka.

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Schlüsselstücke (und ihre Geheimnisse).

„Shadow“ Blazer.
Mit Washi-Papier für die Struktur unterlegt, knittert er wie ein vertrocknetes Blatt, wenn er gelagert wird, glättet sich aber sofort, wenn er getragen wird.

„Kintsugi“ Jeans.
Roher Selvage-Denim, repariert mit Sashiko-Stichen aus Goldfaden – jedes Paar wird mit einer Karte seiner „Wundstellen“ geliefert.

Das „0,1 mm“ T-Shirt
So fein gestrickt, dass es sich in einen Umschlag falten lässt. Wird von Architekten und Mönchen gleichermaßen getragen.

„Monden entwirft für diejenigen, die verstehen, dass Freiheit nicht die Abwesenheit von Regeln ist – sondern die Beherrschung dieser.“